#3 FAQ Fachberatung für Pflege im Bevölkerungsschutz
- 8. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Warum ist die fehlende Registrierung von Pflegefachpersonen bei einem zielgerichteten Einsatz ein Problem?
Ohne Register kein gezielter Einsatz
„Die fehlende Registrierung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch, denn ohne sie kann schlicht kein zielgerichteter Einsatz zustande kommen“, erklärt Sandra Postel (Präsidentin Pflegekammer NRW). Ohne ein Gesundheitsberufe-Register sei nicht bekannt, wie viele Pflegefachpersonen wo tätig sind. Dadurch werde es im Krisenfall schwierig, vorhandene Fachkräfte gezielt zu mobilisieren.
Pflege schützt die Verletzlichsten
Besonders kritisch sei dies für die Versorgung vulnerabler Menschen. Pflegefachpersonen wüssten häufig am besten, wo pflegebedürftige Personen leben und welche Unterstützung diese im Bedarfsfall benötigen. „Bei fehlender Registrierung haben wir im Notfall weder die Möglichkeit, Pflegende zu mobilisieren, noch wissen wir, welche pflegebedürftigen Personen wie zu versorgen sind.“
Kompetenzen müssen sichtbar sein
Auch Christine Vogler (Präsidentin Deutscher Pflegerat) betont die Bedeutung einer systematischen Erfassung von Pflegefachpersonen. „In einer Krise muss schnell klar sein: Wer ist qualifiziert? Wer kann eingesetzt werden? Wo befinden sich welche Kompetenzen?“ Fehle diese Übersicht, müsse improvisiert werden. Das koste Zeit und erschwere die gezielte Steuerung von Ressourcen.
Registrierung schafft Versorgungssicherheit
Für Frau Vogler geht es dabei nicht um Kontrolle, sondern um Versorgungssicherheit: „Es geht um Planbarkeit und professionelle Verantwortung.“ Berufsregister seien daher eine wichtige Grundlage, um pflegerische Kompetenzen sichtbar zu machen und im Krisenfall wirksam einzusetzen.
Vielen Dank für das Gespräch.
Die 𝐊𝐚𝐭𝐍𝐮-𝐀𝐩𝐩 wurde vom Kompetenzzentrum entwickelt, um Pflegefachpersonen und pflegende Angehörige gezielt auf den Bevölkerungsschutz vorzubereiten und ihnen in Notfällen wichtige Unterstützung zu bieten.





